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Der umfassende Ratgeber

Digitale Zutrittskontrolle:
Die Evolution der Sicherheit.

Mechanische Schließanlagen haben ihre Berechtigung, stoßen aber im modernen Gebäude- und Unternehmensmanagement schnell an ihre Grenzen. Entdecken Sie, warum der Wechsel zu elektronischen Systemen nicht nur ein Gewinn an Komfort, sondern vor allem ein massives Plus an Sicherheit und Kosteneffizienz ist.

Warum elektronisch? south Technologien vergleichen
Der Status Quo

Das Problem mit dem Metallschlüssel

Ein mechanischer Schlüssel ist ein physisches Recht, eine Tür zu öffnen. Dieses Recht ist dauerhaft und unumstößlich an das Stück Metall gebunden. Genau hier beginnt das Problem für Hausverwaltungen, Unternehmen und auch anspruchsvolle Privathaushalte.

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    Schlüsselverlust bedeutet Anlagentausch: Verliert ein Mitarbeiter den Generalhauptschlüssel, ist die Sicherheit des gesamten Objekts kompromittiert. Der Austausch aller Zylinder kostet schnell zehntausende Euro.
  • manage_accounts
    Starre Hierarchien: Ein mechanisches System muss vorab exakt geplant werden. Ändern sich Organisationsstrukturen im Unternehmen, lässt sich die Schließanlage oft nicht anpassen, ohne Zylinder zu tauschen.
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    Fehlende Nachvollziehbarkeit: Wenn am Wochenende eingebrochen wurde, aber keine Aufbruchspuren zu sehen sind, wissen Sie bei einer mechanischen Anlage nie, mit welchem Schlüssel die Tür geöffnet wurde.
Moderne Bürotür mit elektronischem Schließzylinder
Moderne elektronische Beschläge fügen sich nahtlos in die Architektur ein.
Der Paradigmenwechsel

Warum die Zukunft digital ist

Digitale Zutrittskontrolle trennt das "Recht" von der "Hardware". Das Recht zum Öffnen wird virtuell vergeben und kann jederzeit in Millisekunden entzogen werden.

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Sofortige Sperrung

Verliert jemand seinen Transponder, wird dieser im System mit einem Klick auf "gesperrt" gesetzt. Der Finder kann damit keine Tür mehr öffnen. Der teure Austausch von Zylindern gehört der Vergangenheit an. Ein neuer Transponder kostet nur wenige Euro.

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Zeitliche Profile

Definieren Sie exakt, wer wann Zutritt hat. Die Reinigungsfirma darf nur Dienstag und Donnerstag von 18:00 bis 21:00 Uhr ins Gebäude? Der Praktikant nur werktags? Außerhalb dieser Zeiten bleiben die Türen verschlossen – auch mit gültigem Transponder.

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Lückenloses Audit-Trail

Elektronische Zylinder protokollieren (je nach Konfiguration und Datenschutzvorgaben) jede Öffnung und jeden abgewiesenen Zutrittsversuch. Im Falle eines Diebstahls lässt sich genau nachvollziehen, wer wann im Raum war.

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Maximale Skalierbarkeit

Ihr Unternehmen wächst? Sie mieten ein neues Stockwerk an? Bei elektronischen Systemen fügen Sie einfach neue Zylinder hinzu und vergeben die Berechtigungen in der Software. Das System wächst stufenlos mit Ihnen mit.

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Over-the-Air Schlüssel

Ein Handwerker steht ungeplant vor der Tür und muss in den Technikraum? Senden Sie ihm einfach einen temporären digitalen Schlüssel direkt auf sein Smartphone. Sie müssen nicht einmal vor Ort sein.

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System-Integration

Moderne Zutrittskontrollsysteme lassen sich oft mit anderen Gewerken verknüpfen: Zeiterfassung, Alarmanlagen (Scharf-/Unscharfschaltung direkt am Türzylinder) oder der Gebäudeleittechnik (Licht an bei Betreten).

Identmedien

Wie öffnen Sie in Zukunft Ihre Türen?

Das "Identmedium" ist Ihr neuer Schlüssel. Die Wahl des richtigen Mediums hängt stark von Ihren Nutzern ab. Das Beste daran: In modernen Anlagen können Sie die Medien beliebig mischen.

Der Standard
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RFID Transponder & Smartcards

Der absolute Standard im gewerblichen Bereich. Die Medien arbeiten passiv (ohne eigene Batterie) und nutzen Funkstandards wie MIFARE DESFire EV2 oder LEGIC Advant, die als hochsicher gelten.

  • add_circle Sehr günstig in der Beschaffung (wenige Euro pro Stück).
  • add_circle Extrem robust und wartungsfrei.
  • add_circle Karten können gleichzeitig als Sichtausweis/Mitarbeiterausweis bedruckt werden.
  • remove_circle Physisches Medium muss weiterhin ausgegeben und bei Austritt eingesammelt werden.
Die Zukunft
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Smartphone (BLE / NFC)

Das Smartphone wird zum Schlüssel. Über eine App kommuniziert das Gerät per Bluetooth Low Energy (BLE) oder NFC verschlüsselt mit dem Türzylinder oder Wandleser.

  • add_circle Jeder hat sein Smartphone immer dabei – "Vergessen" ist extrem selten.
  • add_circle Schlüssel-Vergabe "Over-the-Air" aus der Ferne möglich (z.B. für Gäste).
  • add_circle Zusätzliche Sicherheit durch die Smartphone-Sperre (FaceID/Fingerabdruck).
  • remove_circle Setzt einen vollen Akku beim Nutzer voraus.
Für Wechselsituationen
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PIN-Code Tastatur

Die Öffnung erfolgt über eine Zahlenfolge. Meist kombiniert als PIN-Code-Zylinder oder als abgesetzter Wandleser neben der Tür.

  • add_circle Kein physisches Medium erforderlich (nichts kann verloren gehen).
  • add_circle Perfekt für Ferienwohnungen, AirBnB oder Lieferanten (temporäre Codes).
  • remove_circle Codes können weitergesagt oder beim Tippen ausgespäht werden.
Höchste Sicherheit
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Biometrie (Fingerabdruck)

Der eigene Fingerabdruck dient als Schlüssel. Moderne Systeme prüfen nicht nur das Bild, sondern nutzen Lebenderkennung (Wärme/Puls), um Manipulationen auszuschließen.

  • add_circle Eindeutige Identifikation der Person (keine Weitergabe möglich).
  • add_circle Maximaler Komfort, da der "Schlüssel" immer am Körper ist.
  • remove_circle Bei stark verschmutzten, nassen oder verletzten Fingern evtl. Erkennungsprobleme (daher oft mit PIN oder RFID als Fallback kombiniert).

Die HGS Empfehlung für den Mittelstand

Für die meisten Bürogebäude und Gewerbeobjekte empfehlen wir eine Mischkalkulation: Statten Sie Ihre Festangestellten mit robusten RFID-Transpondern am Schlüsselbund aus. Nutzen Sie die Smartphone-App (BLE) für die Geschäftsführung und für das schnelle Ausstellen temporärer Schlüssel an Handwerker oder Gäste.

Architektur

Offline, Online oder Data-on-Card?

Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Planung einer elektronischen Zutrittskontrolle ist die Vernetzung der Türen. Es gibt drei grundsätzliche Ansätze, wie die Rechte zum Zylinder kommen.

wifi_off 1. Offline Systeme

Die Türen (Zylinder/Beschläge) sind nicht vernetzt. Sie laufen autark mit Batterien. Änderungen der Zutrittsrechte müssen mit einem Programmiergerät an jede Tür einzeln übertragen ("hingetragen") werden.
Vorteil: Günstig, extrem einfach nachzurüsten. Nachteil: Hoher Aufwand bei Änderungen in großen Objekten.

wifi 2. Online Systeme (Funk / Kabel)

Die Türen sind permanent per Funk (z.B. Bluetooth/ZigBee an Gateways) oder Kabel mit dem zentralen Server verbunden.
Vorteil: Sperrungen und Rechte-Änderungen sind in Echtzeit an allen Türen aktiv. Türstatus (offen/zu/Batterie) ist live sichtbar. Nachteil: Höhere Infrastrukturkosten.

sync_alt 3. Virtuelles Netzwerk (Data-on-Card)

Ein genialer Hybrid: Nur wenige strategische Türen (z.B. Haupteingänge) sind online vernetzt. Die vielen Innentüren sind offline. Bucht ein Nutzer morgens am Haupteingang, werden seine aktuellen Rechte, Sperrlisten und Batterie-Stände der Innentüren auf seinen Transponder geschrieben. Der Nutzer trägt die Informationen ("Data-on-Card") zu den Offline-Türen.
Vorteil: Kosteneffizienz von Offline gepaart mit der Aktualität von Online.

Sicherheit & Datenschutz

Was passiert bei Stromausfall?

Die meisten elektronischen Zylinder und Beschläge arbeiten mit langlebigen Batterien (ca. 40.000 bis 80.000 Schließungen). Sie funktionieren unabhängig vom Stromnetz des Gebäudes. Bei niedrigem Batteriestand warnen die Geräte frühzeitig optisch, akustisch und in der Software.

Ist das System hackbar?

Wir verbauen ausschließlich Systeme namhafter Hersteller, die auf AES-128 oder AES-256 Bit End-to-End Verschlüsselung setzen – der gleiche Standard, der beim Online-Banking verwendet wird. RFID-Chips nach MIFARE DESFire EV2 Standard gelten als aktuell nicht kopierbar.

Darf ich meine Mitarbeiter überwachen?

In Deutschland regelt die DSGVO und ggf. der Betriebsrat die Protokollierung. Die meisten Softwaresysteme erlauben es, die Protokollierung entweder komplett zu deaktivieren, zeitlich eng zu begrenzen (z.B. Löschung nach 48h) oder das Auslesen des Protokolls an das "Vier-Augen-Prinzip" (z.B. GF + Betriebsrat) zu knüpfen.

Hardware

Was wird an der Tür montiert?

Sie müssen nicht das ganze Schloss tauschen. Elektronische Zutrittskontrolle lässt sich in fast jede bestehende Tür mit minimalem Aufwand nachrüsten.

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Elektronische Zylinder

Die einfachste Art der Nachrüstung. Der alte mechanische Zylinder wird ausgebaut und durch einen elektronischen Profilzylinder ersetzt. Kein Bohren, keine Kabel. Der Knauf auf der Außenseite dreht durch, bis ein berechtigter Transponder vorgehalten wird – dann kuppelt er ein und die Tür lässt sich öffnen.

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Elektronische Beschläge

Hier wird der gesamte Türdrücker (die Türklinke) getauscht. Die Elektronik sitzt im Beschlag. Die Bedienung ist extrem intuitiv: Transponder vorhalten, die grüne LED leuchtet, Klinke drücken. Ideal für hochfrequentierte Bürotüren.

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Wandleser

Werden fest neben der Tür installiert und fest verkabelt. Sie steuern elektrische Türöffner, Motorschlösser, automatische Schiebetüren, Aufzüge oder Schrankenanlagen an. Ideal für Haupteingänge und Außentore.

Bereit für das digitale Update?

Jedes Gebäude ist anders, jede Organisation hat eigene Prozesse. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welches System perfekt zu Ihren Anforderungen und Ihrem Budget passt.

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